der längste Tisch

nun ist es amtlich:

Zertifikat Guinnessbuch der Rekorde

Himmelfahrt 2010 (Donnerstag der 13.05.2010)

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Der lange Tisch, ein Geschenk der Natur

Im Revier Sayda, Gemarkung Mulda wurde im Juni 2008 eine ca. 120 jährige Fichte vom Borkenkäfer befallen.

Als der Baum lag und vermessen werden konnte wurden die außergewöhnlichen Dimensionen klar. Er hatte bei 41m Gesamtlänge und 55 cm Mittendurchmesser 11,11Festmeter. Der Durchmesser auf dem Baumstubben war 120cm.

Anfang Oktober begann man dort mit den Vorbereitungen um einen entsprechend großen, befestigten Platz zu schaffen. Dazu wurden die alten Sitzgruppen umgesetzt und eine Fläche von 5mal 50m mit Gneisplatten befestigt.

Am 10.Oktober bei strahlendem Sonnenschein war es dann soweit. Ein Langholz LKW, ein Forwarder und ein kampferprobter Radlader traten an um den Stamm über eine Strecke von 2,8 km aus dem Muldental an den Reinsberg nach Blockhausen zu transportieren.

Dann begann die Reise zur Hütte.

Was richtige Langholzfahrer sind, die greifen dann schon mal in die Trickkiste. Nicht umsonst war der Stamm auf dem Nachläufer durch Unterlagenhölzer höher gelegt als auf dem Maschinenwagen. Nun hatte man einen Punkt über den man den Stamm nach rechts und links drehen konnte.

Da die erste Kurve unterschätzt worden war, hatte man den Straßengraben des Innenradius nicht wie in den anderen Kurven mit Holz ausgelegt und so kam es, dass der Nachläufer in den Straßengraben rutschte und beinah umgestürzt wäre.

Alle anderen Kurven konnten dann mit der Verlagerung des Stammes nach rechts oder links gemeistert werden.

Nachdem die Mittelachse des Stammes vermessen und angezeichnet war, wurde er mit der Motorsäge aufgetrennt. Dazu kam ein 1,20m langes Kettensägenschwert aus Kanada zum Einsatz, welches an beiden Seiten mit einer Husqvarna 395 bestückt wurde. Durch beide Maschinen kamen 14,2 PS auf die Kette was ein zügiges Arbeiten ermöglichte.

Nachdem beide Tischplatten fertig waren rückten zwei Radlader, ein Bagger und ein LKW mit Ladearm an, denn die Tischplatten mussten auf die vorbereiteten Holzböcke gehoben werden.

Am nächsten Tag begann der Astmöbelbauer Heiko Morgenstern die vorbereiteten Äste dieser Fichte als Tischbeine und Verstrebungen wieder einzubauen.

Am Sonntag den 19. Oktober waren diese Arbeiten ein Höhepunkt zum Tag des traditionellen Handwerks. Bei wunderschönem Wetter kamen über tausend Besucher um den Tisch zu sehen und dem Handwerker über die Schulter zu schauen.

In der nächsten Woche konnte der Tisch und die Bänke fertig gestellt werden und lagen zur endgültigen Aufstellung bereit.

Wieder kamen einige hundert Zuschauer die aber auch gleichzeitig Helfer waren und staunten nicht schlecht als sich der Tisch mit Hilfe von vier Maschinen wie von Geisterhand drehte und kurz darauf die Tischbeine das erste Mal den festen Untergrund berührten.

Etliche Besucher griffen zu und brachten die 20m langen Bänke an Ihren Platz.

170 Personen nahmen am Tisch platz. Laut Andreas Martin hätte der Platz aber auch für 200 Besucher gereicht.

Der Tisch ist exakt 39,80m lang und wiegt um die 2 Tonnen. Im nächsten Jahr soll er überdacht werden, aber dafür braucht man eine Baugenehmigung. Das wird wohl die nächste Herausforderung werden!

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